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Permission is hereby granted to use the materials below for pedagogical, not-for-profit purposes only. All rights are reserved by the author named below. All inquiries should be directed to the author.

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Reading Questions: Friedrich Schiller, Wallenstein
 

14 Dec 01

 
 

Copyright © Burkhard Henke, Davidson College, buhenke@davidson.edu
All rights reserved.

_______________________________________________________________________________________
Die folgenden Seitenangaben beziehen sich auf die Reclam-Ausgabe.


Lesefragen zur Wallenstein-Trilogie: "Prolog"


1. Was ist mit dem "große[n] Gegenstand" (Zeile 57) gemeint?

2. Von welchem Ereignis ist in der nächsten Strophe (61-69) die Rede? In welchem Verhältnis steht die Kunst zu diesem historischen Ringen um die Macht?

3. Auf welche sozialpolitische Einheit bezieht sich die "alte feste Form" (71)?

4. In welchem Jahr setzt Schillers Trilogie ein (80)? Welche Folgen hat der Krieg zu diesem Zeitpunkt bereits gehabt (80-90)?

5. Welches Charakterbild zeichnet Schiller von Wallenstein (91-101)? Wie bezeichnet er das Wallenstein-Bild der "Historiker" (102-103)?

6. Zu welchem Zweck beginnt die Trilogie mit Szenen aus Wallensteins Feldlager (117-8)? Inwieweit wird der Herzog damit entlastet? Vgl. auch 109-110.

7. Welchen Grund gibt Schiller an, warum er das "Lager" in Knittelverse ("des Reimes Spiel") gefaßt hat? Welche zwei Arten von Schein werden hier unterschieden (129-138)? Was hat der Schlußsatz zu bedeuten (138)? Steht damit eine Komödie zu erwarten?


Lesefragen zur Wallenstein-Trilogie: Wallensteins Lager


1. Welchen Effekt hat der Knittelvers auf den Zuschauer? Inwieweit dient er der Charakterisierung der Figuren? Ist dieses Versmaß einer Tragödie angemessen?

2. Der Bauer hat "ein paar glückliche [d.h. falsche] Würfel" (12) mitgebracht und will nun sein Glück bei den Soldaten versuchen. Welche Leitmotive werden damit eingeführt?

3. Wie skizziert der Bauer das Verhältnis der Bauern zur Soldateska (23-33)?

4. Welche Einstellung haben die Soldaten zu den Bauern (z.B. 49, 52, 53; vgl. auch den 9., 10. und 11. Auftritt)?

5. Die zweite Szene gibt eine Reihe von Spekulationen über die politischen Vorgänge wider. Welche Informationen erhalten wir (a) über die Herzogin (Wallensteins Frau), (b) über die verschiedenen Generäle und ihre Truppen, (c) über den Gast aus dem kaiserlichen Wien (die "alte Perücke") sowie (d) über Wallenstein selbst und die politische Macht, auf die er sich stützt?

6. Welchen Eindruck bekommen wir von dem Kroaten und dem Scharfschützen in der dritten Szene? Welchen Zweck erfüllt dieser Auftritt?

7. Welche strategische Neuigkeit erfahren wir im vierten Auftritt?

8. Die fünfte Szene verbindet menschliche Schicksale zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Welche Rolle kam den Frauen zu?

9. Warum ist der erste Jäger Soldat geworden (236ff.)? Über welche Stationen ist er zu Wallensteins Armee gekommen (256-302)? Warum will er dort bleiben (304-323)?

10. Welches (kritische) Bild zeichnet der erste Jäger vom Herzog (326-334)?

11. Wie wird der "Mythos Wallenstein" in dieser Szene geschaffen (338-379)? Was wird vom Herzog behauptet? Welche Rückschlüsse lassen sich daraus für die militärisch-politische Machtstellung des Herzogs ziehen?

12. Im siebten Auftritt erfahren wir einen weiteren Grund für die enorme Anziehungskraft Wallensteins: die Möglichkeit des schnellen Aufstiegs. Welche zwei Beispiele werden hier genannt (339-456)?

13. Worüber beklagt sich der Kapuziner in seiner Predigt im achten Auftritt? Ist seine Anklage grundlos? Warum bzw. zu welchem Zeitpunkt wird er von den Soldaten unterbrochen? Was hält der "Pfaffe" von dem Herzog?

14. Wer ist jetzt der Oberst im (Elite-) Regiment der Pappenheimer Kürassiere (376ff.)?

15. Einer der Kürassiere verkündet, daß die Elite der Soldaten (8.000 Mann) auf Anordnung des Kaisers in die Niederlande abgezogen und damit von Wallenstein getrennt werden soll (691-3). Wie reagieren die Soldaten auf diese Nachricht? Was wird aus ihren Reaktionen deutlich (vgl. bes. 702-713)?

16. Welche geschichtlich bedeutende Leistung Wallensteins kommt im Anschluß an diese Nachricht zur Sprache (749-807)?

17. Nachdem der erste Jäger feststellt, der "Friedländer hab' hier allein zu befehlen" (846), kommt es zu einem Streitgespräch zwischen dem Wachtmeister und dem ersten Arkebusier. Worum geht es (bes. 847-857)? Welcher Konflikt liegt damit in der Person Wallensteins begriffen?

18. Was beschließen letztlich die Soldaten (1029-1040)?

19. Welches Bild der Soldatenexistenz vermittelt das abschließende "Reiterlied"?

Lesefragen zur Wallenstein-Trilogie: Die Piccolomini


1. Wer hat sich im Rathaus zu Pilsen versammelt (15-21; 31-33)? Welche Gründe könnte es dafür geben, daß Wallenstein seine Obersten zusammenruft?

2. Wie beurteilt Questenberg bei seinem Eintreffen den Zustand von Wallensteins Armee (86-91)?

3. Wie stehen Wallensteins Offiziere dem Kaiser bzw. seinem Repräsentanten Questenberg gegenüber? Sind sie ihren beiden Herren, dem Herzog und dem Kaiser Ferdinand, gleichermaßen treu ergeben? Vgl. neben Isolanis und Illos Bemerkungen (166-179; 193-4; 197-8) vor allem die Rede Buttlers (210-257). Welches Bild erhalten wir in dieser Szene von Wallensteins Fähigkeiten?

4. Wie verhält sich Octavio Piccolomini in diesem Auftritt (vgl. 258-267)? Ergreift er Partei?

5. Was erfahren wir im nächsten Auftritt über Octavios Doppelrolle ("die Person, die ich hier spiele" [299])? Warum vertraut ihm der Herzog so vorbehaltlos (346-353; 355-372)?

6. Wie beschreibt Questenberg die Machtstellung Wallensteins (287-296), wie die Lage des Landes (319-330)? Warum meint er, der Herzog werde sich der "kaiserlichen Ordre" (310), 8.000 Wallensteinische Truppen in die Niederlande zu senden, widersetzen?

7. Warum weiht Octavio seinen Sohn Max nicht in seine Pläne ein (376-9)?

8. Welche Meinung hat Max von Questenberg, welche von Wallenstein (4. Auftritt)? Welches Recht, laut Max, hat Wallenstein auf die Macht (412-3; 424-430; 438-441; 457)? Welches negative Gegenbild zeichnet Max (461-2), und wie reagiert sein Vater darauf?

9. Wer verhindert in Maxens Augen den Frieden (561ff.)?

10. Welchen Zweck erfüllt die erste Szene des zweiten Akts?

11. Erst nach 17 Auftritten und einem Prolog tritt der Herzog selbst auf (II,2). Warum so spät? In welcher Rolle (Herzog, General, Ehemann, Vater, etc.) tritt er hier auf?

12. In II,2 berichtet die Herzogin vom kühlen, reservierten und deutlich mißtrauischen Empfang beim kaiserlichen Hof in Wien sowie von dem Gerücht, daß Wallenstein abgesetzt werden soll. Wie reagiert der Herzog darauf?

13. Im dritten Auftritt wird Thekla ihrem Vater vorgestellt. Welche Aspirationen hat der Herzog für seine Tochter (748-753)?

14. Wallenstein weiß nunmehr, daß man in Wien schon seinen Nachfolger bestimmt hat (798-805). Von Terzky erfährt er außerdem, daß die feindlichen Schweden, mit denen der Herzog heimlich über einen möglichen Pakt gegen den Kaiser verhandelt, ihm nicht trauen (819-823). Erfahren wir in dieser Szene, was Wallenstein wirklich will? Wie steht er zu Deutschland (831-844)? Wie verhält er sich Terzky gegenüber?

15. Welche zwei Gründe nennt der Herzog, warum er Octavio bedingungslos vertraut (883-890)?

16. Warum ist Wallenstein eine schriftliche Verpflichtung seiner anderen Obersten so wichtig (897ff.)?

17. Was hat die (biblische, mystische, emanatistische) Vorstellung von der Geisterleiter (976-985) mit Wallensteins Entscheidung über seinen Abfall vom Kaiser zu tun? Warum ist die Zeit "noch nicht da" (958) für den Übergang zum Feind?

18. In der Unterredung mit Questenberg werden einige Stationen des Kriegsverlaufs beschrieben. Was geschah auf dem Regensburger Fürstentag (1165-1175)? Welche Konsequenz hat Wallenstein unter anderem aus dieser Erfahrung gezogen (1177-1183)?

19. Was fordert Questenberg vom Herzog (1185ff.; 1226-1231)? Wie reagiert Wallenstein auf die Nachricht, daß einer seiner Obersten auf Befehl des Kaisers nach Bayern vorgerückt ist (1199)? Hat er Grund zu dieser Reaktion?

20. Mit welchem Trick sollen die Offiziere beim Bankett hinters Licht geführt werden (III,1)? Was erhoffen sich Terzky und Illo von dieser Intrige (1362-1370)?

21. Welches Bild entwirft Max von Wallenstein (1654-1676; 1700-1)? Ist das eine realistische Einschätzung oder ein Wunschbild? Welchen Einfluß hat seine Einschätzung auf unsere Beurteilung des Herzogs?

22. Warum rät Thekla ihrem Max, niemandem als ihr selbst zu vertrauen (1685-6)? Welchen Grund könnte sie zu dieser Warnung haben?

23. Vor welchen Konflikt sieht Thekla sich in dem Gespräch mit Gräfin Terzky gestellt (III,8)? Wie entscheidet sie sich?

24. Welche Funktion hat ihre anschließende Untergangsvision (III,9)?

25. Wie lautet die umstrittene Klausel des Eides (IV,1)?

26. Warum ist Buttler dem Herzog so treu ergeben (2006-2012)?

27. Auf welcher Seite stehen der Kellermeister und die Bedienten (IV,5)?

28. Was meint Octavio, wenn er von Max behauptet: "Mein Sohn ist mündig" (2223)?

29. Wer unterschreibt den Eid, wer nicht (IV,7)?

30. Nachdem sein Vater ihn über den wahren Inhalt des Eides aufgeklärt hat, steht Max auf und ruft statt "Vater!" "Octavio!" aus (2295). Wie ließe sich dieser Ausruf in bezug auf das Vater-Sohn-Verhältnis interpretieren? Hat Max keinen Vater oder hat er einen anderen Vater?

31. Octavio ist sich sicher, daß Wallenstein vom Kaiser abfallen will und seinen Sohn weiht er nun in sein Geheimnis ein (V,1). Wie rechtfertigt er sein Handeln (bes. 2447-2460)? Was würde geschehen, wenn er sich weigerte, die Doppelrolle zu spielen (vgl. auch 2346-8)? Ist Max überzeugt (2461-6)? Warum bzw. warum nicht?

32. Was steht in dem kaiserlichen Brief, den Octavio seinem Sohn zeigt (2500ff.)?

33. Welche Nachricht erhält Octavio in der zweiten Szene?

34. Am Ende des Dramas steht der "Staatskunst" (2631) ein "Verblendete[r]" (2619) gegenüber. Wie lassen sich die beiden Positionen philosophisch beschreiben? Lassen sich die beiden Positionen vereinbaren? Wo würden Sie Wallenstein innerhalb dieser beiden Pole ansiedeln?


Lesefragen zur Wallenstein-Trilogie: Wallensteins Tod


1. Der letzte Teil der Trilogie beginnt in Wallensteins Astrologiezimmer. Was machen er und Seni dort? Mit welchem Planeten identifiziert Wallenstein sich in I,1?

2. Worauf gründet sich gegen Ende dieser Szene Wallensteins Erkenntnis, daß jetzt gehandelt werden müsse (32-3)? Was meint er mit "handeln"? Handelt er jetzt?

3. Mit welcher Nachricht kommt Terzky plötzlich ins Zimmer (I,2)?

4. "Vorwärts mußt du", hält Illo dem Herzog vor, "Denn rückwärts kannst du nun nicht mehr" (58-9). Was meint Illo mit "vorwärts", was mit "rückwärts"? Warum gibt es für Wallenstein (angeblich) kein Zurück mehr?

5. Dreimal in kurzer Folge (92, 98, 136-7) spricht Wallenstein vom (bösen) Zufall. Was stellt das Phänomen "Zufall" für ihn dar?

6. Der anschließende große Monolog in I,4 - von Goethe als die "Achse des Stückes" bezeichnet - beginnt mit den Worten "Wär's möglich? Könnt' ich nicht mehr, wie ich wollte?" (139). Welche Art von Freiheit beansprucht der Herzog hier für sich? Worauf gründet sich diese Freiheit? Wer kann überhaupt, wie er will?

7. In welchen Metaphern wird der Gegenpol zur Freiheit, die Notwendigkeit, zum Ausdruck gebracht (156-8; 177-9)?

8. Welchem Dilemma sieht sich Wallenstein ausgesetzt (159-179)? Ist das eine realistische Einschätzung der Lage?

9. Was meint Wallenstein mit "jenen tück'schen [d.h. boshaften, hinterlistigen] Mächten" (190)? Was kann er gegen sie tun?

10. Ab Zeile 192 legt er sich selbst Rechenschaft ab über sein Vorhaben ("Beginnen"), die "ruhig, sicher thronende" Macht zu "erschüttern". Wie stellt sich diese Macht der alten, feudalen, kaiserlichen Ordnung dar und auf welchen zwei Prinzipien beruht ihre Legitimation (193-198)? Vgl. die Bezeichnung "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nationen". Welches Legitimätsprinzip scheint Wallenstein zu vertreten (199-202)?

11. Worin sieht der Herzog seinen eigentlichen Feind (200-218)? Ist dieser Feind wirklich Kaiser Ferdinand II.? Welche Kritik übt Wallenstein hier? Welche Parallelen deuten sich zu Franzens Argumentation in Die Räuber an?

12. In der Unterredung mit dem schwedischen Gesandten Wrangel (I,5) ist von dem verstorbenen Schwedenkönig Gustav Adolf die Rede (238-246). Mit welcher politischen Maxime unterstützen die Schweden Wallensteins Machtanspruch?

13. Oberst Wrangel will den Pakt mit Wallenstein abschließen. Was fordern die Schweden zum Beweis, daß Wallenstein es ehrlich mit ihnen meint (339-347)? Wie endet die Verhandlung?

14. Warum zögert Wallenstein noch immer (I,6)? Wie bezeichnet er selbst den geplanten Hochverrat (419-423)? Welche Vorstellung hat er von der Treue (424-437), und mit welcher machiavellistischen Doktrin antwortet ihm Terzky? Welche Konsequenzen beinhaltet Terzkys politisches Credo?

15. Woran appelliert Wallensteins Schwägerin, die Gräfin Terzky, bei ihrem Versuch, den Herzog zum Verrat zu überreden (453-473)? Welchen Ausweg zeigt sie ihm auf (485-520)?

16. Auf den Vorschlag der Gräfin reagiert Wallenstein gerade so, wie es die Gräfin erhofft hatte: er verwirft ihn. Was erfahren wir hier über Wallensteins Charakter (521-537)?

17. Mit welchen Argumenten gelingt es der Gräfin schließlich, Wallenstein umzustimmen (vgl. bes. 553ff.; 587-591; 600-602; 603-609 und 624-626)? Auf welcher Welt- bzw. Naturanschaung beruht ihre Argumentation? Warum wäre die Gräfin wohl ohne Umstände bereit, sich auch Terzkys politischem Grundsatz (443) zu verschreiben?

18. Womit endet die Szene? Welche Rolle spielt hier für Wallenstein das Schicksal und welche Vorstellung macht er sich davon (645-663)?

19. Zu Beginn des zweiten Akts beauftragt Wallenstein Octavio, den Schein zu wahren, d.h. die acht Regimenter zu übernehmen, ohne sie tatsächlich den Spaniern zuzuführen. Die Szene ist insofern typisch für das gesamte Drama, als sie keinen echten Dialog und schon gar keine ehrliche Aussprache der beiden "Sternenfreunde" zeigt. Warum hat Schiller wohl auf eine solche Szene verzichtet? Ist die Funktion eine andere als die der fehlenden Konfrontation zwischen Karl und Franz in Die Räuber?

20. Warum meint Max, Wallenstein habe ihn "heute mündig" gemacht (711)? Vgl. zum Terminus Kants berühmtes, programmatisches Diktum, Aufklärung sei "der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit". Ist damit der Prozeß des Mündig-Werdens, wie er sich in der Trilogie darstellt, positiv (als erwünschte Befreiung) oder negativ (als erzwungene Trennung von einer bisherigen Autorität) zu verstehen?

21. Während Max sein früheres Idol nicht als Verräter gebrandmarkt sehen will, versucht Wallenstein, sich vor ihm zu rechtfertigen. Wie argumentiert er hier (765-7; 787-792; 797-809; 835-843)?

22. Warum sagt Illo zu dem "Oedipus von Böhmen": "Oh! Du bist blind mit deinen sehenden Augen!" (890)? Wissen wir bereits, ob er mit diesem Urteil recht hat?

23. Was versteht Wallenstein als "tiefste Wissenschaft" (892)? Gibt es in seinem "vernünftigen", wissenschaftlichen System "Zufälle"? Vgl. 943 sowie sein epistemologisches (erkenntnistheoretisches) Credo 953-960. Verträgt sich seine Aussage mit den Behauptungen in I,3?

24. Warum fällt es Octavio so leicht, Isolani auf seine Seite zu bringen (II,5)?

25. Mit Buttler hat es Octavio in der nächsten Szene schwerer. Wie überzeugt er ihn (1099ff.)? Warum will Buttler dennoch bei seinem Regiment bleiben (1169; 1181-2)?

26. Max fühlt sich sowohl von Wallenstein wie von Octavio "hintergangen" (1205) und steht nunmehr desillusioniert inmitten einer politischen Welt des Mordes, Giftes und Verrats (1219). Was ist für ihn der einzig "reine" Ort und wem will er nun ausnahmslos folgen?

27. Was erwartet die Gräfin von Thekla zu Beginn des dritten Aufzugs?

28. Wie beschreibt die Herzogin ihre Ehe mit Wallenstein? Was erfahren wir über Wallensteins Charakter (1377-1384 und 1394-1409)? Hat er sich verändert?

29. Wie mißdeutet Wallenstein Buttlers Bekenntnis zu ihm (1443-1455)?

30. Warum weigert sich Thekla, vor ihrem Vater zu singen und die Zither zu spielen? Was könnte es bedeuten (für sie selbst, für Wallenstein, für den Zuschauer), wenn sie es täte?

31. Wie reagiert der Herzog auf die Mitteilung, daß Max und Thekla sich lieben (1511-1513; 1516-1534)? Als was (wohlgemerkt nicht als wen) betrachtet er seine Tochter?

32. Die Lage spitzt sich mehr und mehr zu: die Jäger und die Kroaten haben das Lager über Nacht verlassen und sich offensichtlich von Wallenstein losgesagt; auch einige der Offiziere haben ihn verlassen, und der allgemeine Zustand im Lager wird immer chaotischer (1594-1601). An Octavio hält der Herzog auch weiterhin fest. Warum macht ihm der Verrat Isolanis so wenig aus (1622-1640)?

33. Was erfährt Wallenstein im achten Auftritt? Wie reagiert er darauf im neunten?

34. Welche Emotionen werden beim Zuschauer mobilisiert, wenn Wallenstein Buttler "mit Herzlichkeit" (Regieanweisung III,10) umfaßt und sich geradezu ausweint an seiner Brust?

35. Was erfährt Wallenstein von Buttler im zehnten Auftritt?

36. In III,15 erscheinen die Pappenheimer Kürassiere vor dem Herzog. Warum sind sie zu ihm gekommen? Mit welchen Taktiken versucht Wallenstein, sie für sich zu gewinnen? Wie erklärt er ihnen gegenüber sein Verhalten (bes. 1963-1968)? Warum verlassen ihn die Pappenheimer dennoch (III,16)?

37. Wie beschreibt der Herzog im Gespräch mit Max (III,18) seinen Verfügungsanspruch über Max (2177-2194)? Wie unterscheidet sich dieser Treubegriff von dem Octavios und von Wallensteins eigenem Panegyrikus (424-437)?

38. Worauf vertraut Wallenstein bei dem Entschluß, sich selbst den Truppen zu stellen und sie von der Rebellion gegen ihn abzubringen (2258-2269)?

39. Hin- und hergerissen zwischen der Treue zu Wallenstein und der zu seinem Kaiser überläßt Max schließlich Thekla die Entscheidung (III,21). Was rät sie ihm? Warum?

40. Aus welchem Grund legt Schiller wohl Max die Bitte in den Mund, Buttler möge dem Herzog treu bleiben und ihn stets beschützen (2399-2403)?

41. Was erfahren wir von Gordon, dem Kommandanten von Eger und Jugendfreund Wallensteins, über den Herzog (IV,2)? Welche Rolle spielt die Figur (1) im Rahmen der Handlung und (2) im Hinblick auf den Zuschauer?

42. Was für eine Vision hat Wallenstein, und worauf gründet sie sich (2604-2618)?

43. Welche "frohe[n] Zeitungen" (d.h. Neuigkeiten) bringt Terzky in IV,4? Inwiefern ist diese Botschaft keine frohe (IV,5 und 2676-2696; 2719f.)?

44. Wie charakterisiert Buttler den Herzog (2853-2862)? Ist seine Charakterisierung zutreffend?

45. Weshalb fühlt Buttler sich dazu berufen, Wallenstein zu töten (2871-2881)?

46. Wie und warum stirbt Max (IV,10)?

47. Was ist "das Los des Schönen auf der Erde" (3180)? Warum gebraucht Schiller den Reim in Theklas elegisch-visionärem Monolog (IV,12)?

48. Nachdem in der ersten Szene des letzten Akts bereits die ersten Mordvorbereitungen getroffen worden sind, dingt Buttler nun zwei "Soldaten der Fortuna" (3239), um den Herzog zu beseitigen. Welche Beweggründe haben Deveroux und Macdonald, sich auf Buttlers Seite zu stellen (V,2)?

49. Wie verarbeitet Wallenstein Maxens Tod (3421-3430; 3438-3455; 3583-3596)?

50. Wie reagiert er auf die prophetischen Träume der Gräfin (V,3) und die versteckt-warnenden Worte Gordons (V,4)? Welchen Effekt haben seine Reaktionen auf den Zuschauer?

51. Mit welcher Warnung kommt Seni zu Wallenstein (3597-3619)? Haben die Sterne recht?

52. Wie gewinnt Wallenstein unsere Sympathie (und gleichzeitig an tragischer Größe) in V,5?

53. Zu Beginn des neunten Auftritts stürzt Gordon mit den Worten herein, alles sei nur ein Irrtum, denn "es sind nicht die Schweden", die vor dem Schloß stehen. Warum ist das so bedeutsam?

54. In V,11 kommt es zu einem Zwiegespräch zwischen Buttler und Octavio. Worum geht es? Wessen Argumentation ist überzeugender?

55. "Dies Haus [d.h. Wallensteins Geschlecht, Sippe, Familie] des Glanzes und der Herrlichkeit / Steht nun verödet", sagt die Gräfin (3821f.) und hat selbst bereits Gift genommen. Wie steht es am Ende mit dem Haus Piccolomini? Wie sind Ton und Inhalt des Schlußsatzes zu interpretieren?